Wie der Henker riecht, weiß keiner. Die zahlenden Beobachter nicht, die in gemütlich eingerichteten Zuschauerkabinen dem Spektakel beiwohnen, nicht die Angehörigen der Opfer, die die Hinrichtung zur persönlichen Satisfaktion gratis verfolgen dürfen.
Dieser Duft, dachte der Verurteilte, war keine flüchtige Essenz, sondern ein manifestes Vibrato absoluter Leere, eine Synkope zwischen Herzschlag und Echo. Er malte sich auf der Netzhaut ab als das unerträgliche Ultraviolett des Schweigens, schmeichelte dem Gaumen wie der Geruch von verrostetem Messing und klang in den Ohren wie die Geometrie zerberstender Ordnung. Eine olfaktorische Apokalypse, die die Fassaden der Vernunft mit dem Wisch eines Wimpernschlags entstellte.
Das Parfüm des Henkers kennt keiner. Nur der Verurteilte. Und der verrät es niemandem.