In den Tagen der Angepasstheit, wo das Essen nicht mehr blutet, die Habenichtse hingegen schon, drehen die Autoren der Edition Groschengrab den Mist des Lebens zu Perlen. Worte suchen ihren Weg ins Freie. Die Edition Groschengrab hat es sich zur Aufgabe gemacht sie einzufangen. Die Buchdeckel müssen einladend sein, denn die Texte sind widerspenstig und eigenwillig: Sie gehen nicht mit Jedem. Das Anliegen ist, ihnen einen bequemen Platz einzurichten, wo sie sich gerne lesen lassen.
Irgendwas mit Fleisch
Am Morgen saß ein Stück Fleisch am Küchentisch. Es hatte keinen Teller, aber es sah aus, als hätte es Zeit mitgebracht. „Du kannst nicht einfach hier sitzen“, sagte ich. Das Fleisch antwortete nicht. Ich stellte ihm Kaffee hin. Es rührte ihn nicht an. Dann fragte ich, ob es Zucker wolle. Ich wusste nicht mehr, ob ich mit einem Stück Fleisch sprach oder mit jemandem, den ich vergessen hatte einzuladen. Gegen Mittag musste ich zur Arbeit. Ich ließ die Tür offen. Für den Fall, dass das Fleisch hinauswollte. Als ich abends zurückkam, war der Stuhl leer. Auf dem Tisch lag ein…
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