In den Tagen der Angepasstheit, wo das Essen nicht mehr blutet, die Habenichtse hingegen schon, drehen die Autoren der Edition Groschengrab den Mist des Lebens zu Perlen. Worte suchen ihren Weg ins Freie. Die Edition Groschengrab hat es sich zur Aufgabe gemacht sie einzufangen. Die Buchdeckel müssen einladend sein, denn die Texte sind widerspenstig und eigenwillig: Sie gehen nicht mit Jedem. Das Anliegen ist, ihnen einen bequemen Platz einzurichten, wo sie sich gerne lesen lassen.
Ein Pauschalfluch
Herr Olf saß auf einer Parkbank, als diese unerwartet anfing, schlechte Reime zu deklamieren. Es war eine milde Maiennacht, doch der Pauschalfluch klebte an Olf wie alter Honig. Eigentlich wollte er nur schlafen, sich ausstrecken, doch sein Hut weigerte sich, vom Kopf zu kommen, da er gerade eine Abhandlung über die Leere im Innen verfasste, und so verwarf Olf den Gedanken an Schlaf, stand auf und wollte flüchten. Ein vorbeihüpfender Teekessel, der sich als Beamter der Zeitlupe ausgab, verlangte Olfs Passierschein für den Sonnenaufgang. „Die Nacht ist heute überbucht“, zischte der Kessel und spuckte heißen Tee auf Olfs linkes Knie….
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