Herr Olf saß auf einer Parkbank, als diese unerwartet anfing, schlechte Reime zu deklamieren. Es war eine milde Maiennacht, doch der Pauschalfluch klebte an Olf wie alter Honig. Eigentlich wollte er nur schlafen, sich ausstrecken, doch sein Hut weigerte sich, vom Kopf zu kommen, da er gerade eine Abhandlung über die Leere im Innen verfasste, und so verwarf Olf den Gedanken an Schlaf, stand auf und wollte flüchten.
Ein vorbeihüpfender Teekessel, der sich als Beamter der Zeitlupe ausgab, verlangte Olfs Passierschein für den Sonnenaufgang. „Die Nacht ist heute überbucht“, zischte der Kessel und spuckte heißen Tee auf Olfs linkes Knie. Der Pauschalfluch bewirkte nun, dass jedes Mal, wenn Olf ein Scheltwort aussprechen wollte, eine kleine Forelle aus seinem Mund sprang und „Guten Abend, gute Nacht“ sagte.
Schließlich fiel Olf um, weil seine Schnürsenkel beschlossen hatten, eine Gewerkschaft zu gründen und zu streiken. Er lag im Gras, starrte den Mond an, der wie ein billiger Knopf am Revers des Himmels hing, und die Forellen stapelten sich neben ihm. „Wenigstens ist es Mai“, dachte eine dieser Forellen, bevor sie sich in ein Semikolon verwandelte.
Da hob die Parkbank noch einmal an: „O Mensch, betracht‘ die Eitelkeit! Der Lenz verfliegt in kurzer Zeit. Die Nacht ist mild, die Welt ist hohl, Ich bin aus Eiche wie dereinst dein Sarg. Leb wohl, leb wohl, leb wohl!“
Damit richtete die Bank sich auf, ging ihrer Wege, ließ Herrn Olf auf der Wiese zurück und nahm den Fluch gleich mit.