Stadtidyll, frühsommerlich
Die weibliche Gestalt neben mir hat sich wohl eingekotet. Ich rieche es, ein kurzer Blick auf ihre Hose, aus der es quillt, bestätigt meine Vermutung. Jede Spannkraft ist aus ihr gewichen; zusammengesunken, in Jeansshorts gekleidet, ist sie Teil meines Stadtbilds. Ein buntes Bild, in der Tat: Da picken Vögel, da werden Hunde getragen, Taschen und Tüten, Tätowierungen, die neusten Risse in den Hosen, gut gefüllte Mutterbrüste unter T-Shirts – da wird sich das Haar gebürstet und dort werden Flusen von leichten Kleidern gezupft. Transparente Mauern werden errichtet, Trampelpfade ausgetreten, Jugendliche auf Geschichtsentdeckung getrieben, Flicken auf Wissenslücken geheftet, genäht und anderweitig…
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